Sozial­forschung

Forschungsaufträge und Projekte

Neben Beratungen und Lehrtätigkeiten führe ich Forschungsprojekte zu sozialwissenschaftlichen und historischen Fragestellungen durch.

Als Firma, Organisation, Hilfswerk oder Verein können Sie mich mit Recherchearbeiten, Evaluationen und weiteren Untersuchungen beauftragen. Meine Themenschwerpunkte sind: Soziologie, Sozialpolitik, Sozialpsychologie, Pflege- und Gesundheitswissenschaften, Neueste Geschichte.

Wenn Sie eine Studie in Auftrag geben wollen oder Ideen zu einem Forschungsvorhaben besprechen möchten, kontaktieren Sie mich unverbindlich für ein erstes Treffen.

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Meine aktuellen Forschungsprojekte

Studie

Freiberuflich Pflegende   In der öffentlichen Diskussion um zukünftige gesundheitspolitische Entwicklungen liegt der Schwerpunkt vor allem auf Pflegepersonal im Anstellungsverhältnis oder auf Care-Migrantinnen. Die vorliegende Studie stellt die selbstständig Pflegenden ins Zentrum. Basierend auf einem Vergleich von freiberuflichen Pflegefachpersonen und Pflegehelfenden werden anhand von Dokumentenanalysen und Interviews Ähnlichkeiten und Unterschiede in den Arbeitsbedingungen und Handlungsmöglichkeiten beider Berufsgruppen untersucht.

Einige meiner bisherigen Projekte

Studie

Modelle guter Betreuung und Hilfe im Alter.  Basierend auf dem im Frühjahr 2018 abgeschlossenen Projekt «Betreuung im Alter» erfolgte im Auftrag der Paul Schiller Stiftung und in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) eine Nachfolgestudie. Ziel war es, anhand von Literaturrecherchen, Experteninterviews und Praxisbesuchen Modelle guter Betreuung und Hilfe im Alter sowie einen Leitfaden für die Praxis zu erarbeiten. Projektende: 2020.

Recherchebericht

Betreuungspersonal in ambulanten, intermediären und stationären Einrichtungen: Ausbildung, Rekrutierung, Entlohnung. Der Bericht erfolgte im Rahmen des Projekts «Betreuung im Alter», das die Paul Schiller Stiftung 2015 bei der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Auftrag gegeben hatte. Basierend auf einer Literaturrecherche wurden in der Untersuchung Problembereiche bei der Betreuung von Betagten in der Schweiz aufgezeigt und Handlungsschritte skizziert.
Eine Teilstudie des Projekts beschäftigte sich mit der Ausbildung und den Arbeitsbedingungen des Betreuungspersonals, womit mich die FHNW beauftragt hatte. Das Projekt wurde im Frühjahr 2018 abgeschlossen.

Evaluation Pilotprojekt

Caritas Care: Stundenweise Unterstützung. Caritas Schweiz startete 2016 in Suhr (AG) und 2017 in der Stadt Zürich unter dem Namen «Eine helfende Hand - Betreuung im Quartier» ein Pilotprojekt mit dem Ziel, Betagte und vor allem armutsbetroffene ältere Menschen durch Betreuungsangebote so zu unterstützen, dass sie trotz nachlassender Kräfte in ihrer Wohnung bleiben und ein würdevolles, möglichst autonomes Leben führen können. Ausgangspunkt der Arbeiten war ein rotes Caritas-Mobil, das u. a. als Anlaufstelle für die Bevölkerung diente. Das Konzept orientierte sich an der Idee des holländischen Spitex-Modells Buurtzorg mit kleinen, fest in den Quartieren verankerten Care-Teams. Die Pilotphase dauerte bis 2020. Caritas Schweiz beauftragte mich zwischen 2017 bis 2020 mit den Zwischenevaluationen bzw. der Schlussevaluation der Projekte.

Quelle: www.horizonte-aargau.ch, Caritas-Pilotprojekt im Suhrer Quartier «Feld». | © Andreas C. Müller
Das Caritas-Mobil im «Lochergut» in Zürich © Caritas Schweiz

Evaluation Pilotprojekt

In guten Händen. Von Caritas zuhause betreut. Das Pilotprojekt wurde im Herbst 2012 von Caritas Schweiz in Kooperation mit ihrer rumänischen Partnerorganisation lanciert. Die beiden Projektpartner engagieren qualifiziertes Personal zur Betreuung betagter und betreuungs-bedürftiger Menschen für drei Monate in einem Privathaushalt in der Schweiz. Die Betreuerinnen und Betreuer sind in Rumänien fest angestellt und kehren nach ihrem Einsatz an ihren dortigen Arbeitsplatz zurück. Mit dem Projekt soll eine arbeitsrechtlich korrekte, faire Form der Pendelmigration geschaffen werden.

Studie

Langzeiterwerbslose zwischen Struktur, Identität und Agency. Bei Untersuchungen zu Langzeitarbeitslosigkeit liegt der Fokus entweder auf den strukturellen Bedingungen oder den individuellen Erfahrungen von langjähriger Erwerbslosigkeit. Die Studie hebt diese Dichotomie auf. Anhand der Strukturierungstheorien von Anthony Giddens und Rob Stones wird Langzeiterwerbslosigkeit als Zusammenspiel sozialer Strukturen, Identität und Handlungen von Langzeitarbeitslosen untersucht. Die Ergebnisse zeigen die Normalisierungsprozesse und das Kontinuum von «Differenz» und «Normalität», in dem sich Langzeitarbeitslose bewegen. Zusätzlich werden in der Studie Möglichkeiten und Grenzen der empirischen Umsetzung von Strukturierungstheorien exemplarisch beleuchtet.

Artikel

Klassifizieren in der Sozialhilfe – zwischen individueller Einzelfallabklärung und standardisierten Modellen. In den wirtschaftlich prosperierenden Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg fand in der Schweiz eine Neuausrichtung der bisherigen Armenpflege statt: Eine individuell auf die Problemlage der Klientel zugeschnittene, umfassende Betreuung gewann zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklungen werden mit den 1980er Jahren verglichen, als Diskussionen um eine standardisierte und rationellere, ökonomischere Gestaltung der Sozialhilfe einen erneuten Paradigmenwechsel andeuteten. Anhand von Archivmaterial geht der Artikel der Frage nach, ob und wie sich Individualisierung und Standardisierung in der schweizerischen Sozialhilfe im Kontext sozioökonomischer Bedingungen seit dem Zweiten Weltkrieg verändert haben. Der Beitrag erfolgte im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 51 «Integration und Ausschluss».

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